June 26th, 2008 — Philosophie
Umweltschutz und die Einheit mit allem.
Das tiefste Gefühl des Menschen ist das Gefühl der Einheit mit allen Dingen oder des “Einsseins”, wie es der spirituelle Lehrer und Yogi Sri Chinmoy bezeichnet. Diese Emotion der Verbundenheit umfasst sowohl das Menschliche, wie auch das Göttliche. Das heißt sowohl jene Welt die als Um-Welt wahrgenommen wird, genauso wie die Welt des Mystischen, Geheimnisvollen und Verborgenen. Das Göttliche ist jedoch die Quelle von allem. Wenn man daher von Umwelt-Schutz spricht, könnte man gleichsam auch von Selbst-Schutz sprechen. Denn wenn alles in Wahrheit eins ist, wo verläuft dann die Trennlinie zwischen “mein” und “dein”, von “mir” und dem “da außen”? Continue reading →
June 14th, 2008 — Reisebericht
Freiheit.
Der Stockholmer Hauptbahnhof liegt bereits weit, weit zurück. Es ist dämmrig geworden. Schweigend gleitet der Zug durch die Nacht. Es scheint, als sei die hereinbrechende Dunkelheit ein Vorbote der großen Einsamkeit, in die der lange Schienenstrang führt. Selbst die Gedanken verbieten sich ihre eigene Existenz, fast so, als wollten auch sie der Tiefe und Leere der mächtigen Landschaft ihre Reverenz erweisen. Niemand weiß genau wohin die Fahrt gehen wird und welche Eindrücke und Abenteuer sie wohl bereit hält. Das einzige, was den Raum erfüllt, ist ein lebendiges und intensives Gefühl der freudigen Erwartung, welches vom gleichmäßigen Dahingleiten der Wagenräder noch verstärkt wird. Der Blick erkennt längst nur noch sein eigenes Spiegelbild, wenn er andächtig versucht die geheimnisvolle und unbekannte Umgebung jenseits des Abteilfensters zu erkunden. Zu schwarz und lichtentfremdet ist sie bereits geworden. Das menschliche Auge ist zu schwach, ihren nächtlichen Schleier zu durchdringen. Schließlich wird alles vom mächtigsten Arm des Schlafes, der Müdigkeit übermannt. Continue reading →
June 6th, 2008 — Reisebericht
Schweden entdecken – von West nach Ost oder auf den Spuren von Nils Holgerson.
Die dänische Küste um Frederikshavn ist längst aus dem Blickfeld entschwunden. Das Meer liegt ruhig und stumm unter dem weiten Horizont. Nur ab und an wird die friedliche Stille von lautem Möwengeschrei unterbrochen. Im großen Rumpf des Fährschiffes herrscht allerlei Treiben. Jedoch hier, auf dem obersten Deck, ist alles angenehm verhalten. In einiger Entfernung, scheinen auf einmal kleine Konturen sichtbar zu werden. Die schwedische Küste? Die distanzierten Silhouetten verdichten sich und nun werden erste Landstriche auch dem bloßen Auge sichtbar. Die Vorfreude steigt. Das tiefe Meeresblau hat jetzt einen etwas türkisnen Farbton angenommen. Langsam läuft das riesige Fährschiff in die Bucht von Göteborg ein. Das gelbe Kreuz auf blauem Hintergrund, die Nationalflagge Schwedens, weht zur Begrüßung. Genauso wie ein überdimensionales, fahnenartiges Schild auf dem in großen, leuchtenen Buchstaben geschrieben steht: “Willkommen in Göteborg, dem Herzen Skandinaviens!” Continue reading →
May 31st, 2008 — Reisebericht
Vom Herzen Deutschlands bis in das Herz Skandinaviens.
“Die Reise selbst ist aufregender als das Ziel. Unglaublich, jedoch völlig wahr.” (Sri Chinmoy) Inspiriert von ähnlichen Gedanken, geht die Fahrt durch die Nacht. Und sogar Goethe hatte ja gesagt, dass man schließlich nicht reise um anzukommen. Während es letzteren jedoch Richtung Süden, nach Italien zog, setzt der Nachtzug seine einsame Fahrt unbeirrt wie die Kompassnadel fort – gen Norden. Sein Ziel: Hamburg und Dänemark. Continue reading →
May 26th, 2008 — Philosophie
Die göttliche Mutter und die Materie.
Die Göttliche Mutter wird durch die Materie symbolisiert. Ohne die Göttliche Mutter könnte es kein Wachstum, keine Veränderung und Transzendenz geben. Denn dies ist nur im Körperlichen und Stofflichen möglich. Das väterlich-männliche Prinzip erschafft auf der Ebene des Geistes. Der Göttlichen Mutter aber bleibt es vorbehalten, dieses innerlich Geschaffene ins Physische herab zu bringen. Continue reading →
May 22nd, 2008 — Philosophie, Spirituelle Meister
Die wahre Bestimmung des Menschen.
“Der Tier-Mensch von heute, ist der Gott von morgen”, sagt der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy. Das einzige Problem ist die Unwissenheit des Menschen, sein Nicht-Wissen darüber, welche wunderbaren Schätze ihn jenseits seines bekannten Horizontes erwarten. Welche Geheimnisse und Wunder noch vor ihm verborgen liegen und wozu er eigentlich fähig wäre, könnte er nur für einen flüchtigen Moment einen Blick auf seine wahre Natur erhaschen. In diesem Zusammenhang müssen die Worte des Meditationsmeisters Sri Aurobindo, dem Begründer des integralen Yogas, wie prophetische Äußerungen klingen, wenn er vorbehaltlos und mit der Kraft eines wahren Eingeweihten den Menschen auf sein wirkliches, göttliches Erbe hinweist, wenn er sagt:
“Könnte die Menschheit nur einen Schimmer davon erhaschen, was für unendliche Freuden, was für vollendete Kräfte, was für leuchtende Weiten spontanen Wissens, was für ruhige Ausdehnungen unsres Wesens auf uns warten in den Gegenden, die unsre tierhafte Ausfaltung noch nicht erobert hat, so würde sie alles lassen und nicht eher ruhen, als bis diese Schätze gewonnen sind. Doch der Pfad ist eng, die Tore sind schwer aufzubrechen, und Misstrauen, Angst und Zweifel sind da, die Schildwachen der Natur, die unsren Fuß daran hindern sollen, sich von den gewöhnlichen Weiden abzukehren.”
May 18th, 2008 — Meditation, Sri Chinmoy
Das Heidelberger Meditations-Zentrum.
Sie interessieren sich für Meditation in Heidelberg? Sie möchten in Heidelberg etwas zum Thema Meditation erfahren und sich Basiswissen aneignen? Sie möchten schon nach kurzer Zeit selbst meditieren können? Dann sollten Sie die interessanten Kurse und Vorträge der Mitglieder des Sri-Chinmoy-Zentrums in Heidelberg besuchen. Hier erfahren Sie von erfahrenen KursleiterInnen in Meditationskursen alles Wissenswertes über Konzentration und Meditation. Dadurch können Sie schon nach wenigen Wochen selbst mit Ihrer täglichen Meditation beginnen. Das Sri-Chinmoy-Zentrum in Heidelberg veranstaltet zudem auch Vorträge zu Themen die das weite Feld der Meditation berühren oder anschneiden. Wie zum Beispiel Meditation und Yoga, Meditation und Gesundheit oder Meditation und Sport, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen auch Konzerte mit meditativer Musik statt. Continue reading →
May 13th, 2008 — Literatur, Philosophie
Der Gott Ganesha.
Ganesha oder Ganapati ist der Sohn Shivas und Parvati. Im indischen Pantheon wird den drei Aspekten Brahma, dem Schöpfer; Vishnu, dem Beschützer oder Erhalter und Shiva, dem Wandler größte Bedeutung beigemessen. Ganesha, der Elefantengott, wird jedoch besonders stark verehrt. Er gilt als derjenige, welcher alle Hindernisse des Lebens aus dem Weg räumt. Aus diesem Grund wird vor jeder Reise, geschäftlicher oder sonstiger Unternehmung Ganesha um seinen Segen gebeten. Auch bei spirituellen Dingen wie Meditation oder religiösen Handlungen wird sein Name zuerst genannt. Ein besonders schönes und bedeutendes Gebet lautet wie folgt:
“O Gott mit gewaltigem Körper und gekräuseltem Rüssel,
Mit der Strahlkraft von tausend Sonnen,
Lass mich niemals irgendwelchen Hindernissen begegnen,
Zu keiner Zeit, bei allem, was ich tue.”
May 6th, 2008 — Philosophie, Spirituelle Meister, Sri Chinmoy
Glücklich sein! Sri Chinmoys Lebensmotto.
“Glaube an das Glück, so wirst du es erlangen.” (Ali ibn Ali Talib)
Glücklich sein war das Lebensmotto des am 11.Oktober 2007 verstorbenen spirituellen Lehrers Sri Chinmoy, eines authentischen Meditationsmeisters. 1931 in Indien geboren und ab 1964 in New York City lebend, fand und entwickelte er viele neue Wege, das Dasein glücklicher zu gestalten. Abertausende Menschen haben weltweit davon profitiert und konnten durch Sri Chinmoys Beispiel und Vorbild ihr eigenes Leben um ein Vielfaches bereichern. Sri Chinmoy ging dabei einen Weg der Selbst-Transzendenz, den er vor allem durch Meditation, künstlerische Aktivitäten wie Musik, Malerei und Dichtung sowie Sport verwirklichte. Geprägt war diese Philosophie der Selbst-Transzendenz durch die Hingabe an eine höhere Kraft, die sein reichhaltiges und fruchtbares Leben bestimmte. Glück erfahren bedeutete deshalb für Sri Chinmoy auch immer das Loslassen vom eigenen “ich” und ein Eintauchen in sein wahres, innerstes Wesen. Continue reading →
May 1st, 2008 — Philosophie, Spirituelle Meister, Sri Chinmoy
Erleuchtung – das höchste Ziel des Menschen.
“Erleuchtung“, sagt der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy, “ist das einzige in dieser Welt, was sich zu besitzen lohnt.” Viele Menschen glauben, sie sei in weiter Ferne, doch “sie ist sehr nahe. Sie liegt in uns.” Dafür muss der Mensch jedoch etwas ihm Wichtiges unbedingt aufgeben. Dazu Sri Chinmoy: “Innerer Fortschritt vollzieht sich durch ständiges Opfer. Was wird geopfert? Falsche, schlechte Gedanken und ein falsches Verständnis der Wahrheit. Opfer und Verzicht gehen Hand in Hand. Auf was werden wir verzichten? Auf den physischen Körper, auf die Familie, auf die Freunde, die Verwandten, unser Land, die Welt? Nein! Wir müssen auf unsere eigene Unwissenheit, auf unsere eigenen falschen Vorstellungen von Gott und von der Wahrheit verzichten.” Continue reading →