Entries from September 2007 ↓
September 30th, 2007 — Meditation, Philosophie
Selbst-Erkenntnis, Gott-Erkenntnis und der Mensch.
Der Mensch neigt zu dem Gedanken, dass das Göttliche, sollte es denn existieren, sich nur außerhalb von ihm befinden könne. Irgendwo weit fernab - im Himmel oder in einer unbekannten Galaxie. Dem gegenüber steht der mystisch-philosophische Glaube, dass Selbst-Erkenntnis zu Gott-Erkenntnis und Gott-Erkenntnis zu Selbst-Erkenntnis führe.
Selbst-Erkentnis führt zu Gott-Erkenntnis und umgekehrt.
Folgt man einmal letzterem Ansatz, und denkt ihn in seiner ganzen Konsequenz zu Ende, kommt man zu dem Schluss, dass die höchste Wahrheit oder Gott nicht von dieser physischen Welt der Formen getrennt sein kann. Gott müsste sich, dieser Logik zufolge, nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb des offenbarten Universums befinden. Das weite All wäre, in diesem Kontext, daher weniger Gottes Schöpfung, als mehr Seine eigene Verkörperung.
Sri Chinmoy und Selbst-Erkenntnis.
Der spirituelle Lehrer und Yogi Sri Chinmoy hat dafür den Begriff des Einsseins geprägt. Der Mensch und Gott sind eins, mit dem alleinigen Unterschied des Grades der Bewusstheit. Das bedeutet, dass sich Gott dieser Tatsache bewusst ist, der Mensch jedoch noch nicht. Continue reading →
September 28th, 2007 — Lyrik, Meditation, Sri Chinmoy
Sri Chinmoys lyrisches Jahrbuch.
Das Jahr hat 365 Tage. Das bedeutet 365 Gelegenheiten sich persönlich weiter zu entwickeln, sein inneres Potenzial zu entdecken. In seinem Buch “Die Stunde Gottes”, weist der Meditationslehrer und Mystiker Sri Chinmoy einen Weg, jeden dieser Tage bewusst zu erleben. Er tut dies durch kleine spirituelle Botschaften, die für den Leser zeitlose Weisheiten bereit halten. Weisheiten, die helfen können sich dem großen Mysterium des Lebens zu nähern - Tag für Tag. Continue reading →
September 27th, 2007 — Literatur, Meditation, Philosophie, Sri Chinmoy
Sri Chinmoy über die alten indischen Schriften.
Der Yogi und spirituelle Meister Sri Chinmoy zollte den alten indischen Schriften, den Upanishaden, höchste Anerkennung, als er sagte: “Alle Errungenschaften Indiens auf geistigem Gebiet, auf spirituellem Gebiet, auf psychischem Gebiet und auf ethischem Gebiet kommen aus dem verfeinerten, strebenden und erhellenden Bewusstsein der Upanishaden.”
Sri Chinmoys Erläuterungen zum Vedanta.
Die upanishadischen indischen Schriften gingen dabei ursprünglich aus den Veden hervor, weshalb sie auch “Vedanta” genannt werden, was “der Abschluss” oder “das Ende der vedischen indischen Schriften” bedeutet. Auch der Buddhismus ist aus der Vedanta-Philosophie hervor gegangen, beleuchtet jedoch einen ganz bestimmten Aspekt davon. Deshalb ist die Zusammengehörigkeit nicht unmittelbar ersichtlich. Selbst der Westen hat sich von diesen alten indischen Schriften inspirieren lassen. Schaut man zum Beispiel auf die Lehren der griechischen Philosophen Plato und Pythagoras, lassen sich deutliche Übereinstimmungen feststellen. Continue reading →
September 27th, 2007 — Meditation, Philosophie
Die wahre Bedeutung der Mystik.
Mystik, so sagt man, sei eine höhere Form der Kunst. Sie bloß als eine Ansammlung von innerem Wissen zu bezeichnen, wird ihrem wahren Wesen ganz und gar nicht gerecht. Denn wie jede andere Kunstgattung auch, muss sie mit der richtigen Einstellung und Hingabe gelebt werden. Nur dann kann ihre große Weisheit tatsächlich zu übersteigenden oder transzendenten Ergebnissen kommen. Continue reading →
September 25th, 2007 — Meditation, Philosophie
Beobachten führt in die Tiefe.
“Beobachten, alles nur beobachten”, lautet der weise Ratschlag vieler buddhistischer Zen-Meister. Man könnte hierbei auch von Achtsamkeit sprechen, im Sinne von etwas Beachten, ohne sich jedoch damit zu identifizieren. Denn die Probleme entstehen erst durch die Bindung die der Mensch, bewusst oder unbewusst selbst erschafft. In Wirklichkeit ist er jedoch vollkommen losgelöst und frei und kann das Leben als göttlicher Beobachter genießen. Continue reading →
September 25th, 2007 — Meditation, Philosophie
Nur das Unendliche bietet Erfüllung.
“Im Endlichen kann es keine Erfüllung geben, alleinig im Unendlichen ist Zufriedenheit zu finden.” Diese Worte aus der ältesten indischen Schriftensammlung, den Veden, sind sowohl warnender wie auch hoffnungsvoller Hinweis für jedes menschliche Leben. Denn einerseits ermahnen sie den Menschen, sein Glück nicht in der vergänglichen Endlichkeit zu suchen. Andererseits weisen sie ihn auf das Unendliche, das Transzendente hin, mit seinen mannigfaltigen Möglichkeiten und Gelegenheiten der eigenen Existenz einen wirklichen Sinn zu geben. Continue reading →
September 24th, 2007 — Literatur, Meditation, Philosophie, Sri Chinmoy
Sri Chinmoy über die Bedeutung der Upanishaden.
Es wird gesagt, sie seien die feinste Milch, die aus den Eutern der unsterblichen vedischen Schriften gemolken wurde. Wer Wissen suche, ewiges Wissen, müsse die Upanishaden studieren. Viele spirituelle Persönlichkeiten haben über sie geschrieben und zu ihrem Studium angeregt, einem Studium bezüglich der Unendlichkeit der Existenz. Denn, wie sagt die Iso-Upanishad selbst:
“Unendlichkeit ist dies, Unendlichkeit ist das. Aus Unendlichkeit ist Unendlichkeit entstanden. Nimmt man von Unendlichkeit Unendlichkeit hinweg, verbleibt Unendlichkeit.
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September 23rd, 2007 — Meditation, Philosophie, Sri Chinmoy
Sri Chinmoy, ein spiritueller Lehrer, äußert sich über den Verstand.
Sri Chinmoy ist ein in New York lebender spiritueller Lehrer, der über die Jahre hinweg viel zum Thema menschlicher Verstand gesagt und geschrieben hat - sei es nun in Essays, Vorträgen oder Gedichten. Jedoch ist seine Philosophie keineswegs ein in sich geschlossenes theoretisches Lehrgebäude, sondern gründet sich auf seinen eigenen, in der Meditation gemachten unmittelbaren Erfahrungen. Im Groben unterscheidet Sri Chinmoy dabei zwei Arten des menschlichen Verstandes: den physischen oder erdgebundenen Verstand sowie den erleuchteten beziehungsweise teilweise erleuchteten Verstand. Continue reading →
September 22nd, 2007 — Meditation, Philosophie, Spirituelle Meister, Sri Chinmoy
Sri Chinmoy, ein moderner Yogi, über das Wesen des Samadhis.
Sri Chinmoy ist ein zeitgenössischer Meditationsmeister. Von seinem Domizil in New York aus, bereist er immer wieder viele Länder der Erde, gibt Konzerte, hält Vorträge oder nimmt eine seiner zahlreichen Ehrungen entgegen. Sri Chinmoy ist zudem ein spiritueller Lehrer, der von einer sehr hohen Bewusstseins-Ebene aus agiert. In Indien nennt man derartige Bewusstseins-Zustände Samadhis. Sehr interessant ist es daher, was Sri Chinmoy selbst über die Jahre hinweg zu diesem Thema gesagt und geschrieben hat. Continue reading →
September 21st, 2007 — Literatur, Lyrik, Sri Chinmoy
Sri Chinmoys früher literarischer Werdegang.
1931 in Bengalen geboren und seit 1964 in New York lebend wurde der Meditationslehrer Sri Chinmoy hier zu einem der bedeutendsten spirituellen Literaten der Neuzeit. Anfänglich am indischen Konsulat arbeitend, widmete er sein Leben schon bald ausschließlich der Spiritualität. Seit dem hat er viele Schriften verfasst, die das innere meditative Leben und die Verbindung des Menschen mit dem Göttlichen beschreiben. Sein erstes Werk, welches in einer Art zweimonatlich erscheinendem Magazin heraus kam, nannte sich “Aum”. Hier sind in der Form von Gedichten, Vorträgen, Essays, Erzählungen unter anderem Sri Chinmoys frühe literarische Werke zu finden, die er in seiner neuen Wahlheimat Amerika verfasste. Continue reading →