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	<title>Sri Chinmoy &#187; Reisebericht</title>
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		<title>Mit dem Zug an die Nordspitze Skandinaviens &#8211; ein Reisebericht, Teil 3</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 14:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Freiheit. Der Stockholmer Hauptbahnhof liegt bereits weit, weit zurück. Es ist dämmrig geworden. Schweigend gleitet der Zug durch die Nacht. Es scheint, als sei die hereinbrechende Dunkelheit ein Vorbote der großen Einsamkeit, in die der lange Schienenstrang führt. Selbst die Gedanken verbieten sich ihre eigene Existenz, fast so, als wollten auch sie der Tiefe und [...]]]></description>
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<h3>Freiheit.</h3>
<p>Der <strong>Stockholmer Hauptbahnhof</strong> liegt bereits weit, weit zurück. Es ist dämmrig geworden. Schweigend gleitet der Zug durch die Nacht. Es scheint, als sei die hereinbrechende Dunkelheit ein Vorbote der großen Einsamkeit, in die der lange <strong>Schienenstrang</strong> führt. Selbst die Gedanken verbieten sich ihre eigene Existenz, fast so, als wollten auch sie der Tiefe und Leere der mächtigen Landschaft ihre Reverenz erweisen. Niemand weiß genau wohin die Fahrt gehen wird und welche Eindrücke und Abenteuer sie wohl bereit hält. Das einzige, was den Raum erfüllt, ist ein lebendiges und intensives Gefühl der freudigen Erwartung, welches vom gleichmäßigen Dahingleiten der Wagenräder noch verstärkt wird. Der Blick erkennt längst nur noch sein eigenes Spiegelbild, wenn er andächtig versucht die geheimnisvolle und unbekannte Umgebung jenseits des <strong>Abteilfensters</strong> zu erkunden. Zu schwarz und lichtentfremdet ist sie bereits geworden. Das menschliche Auge ist zu schwach, ihren nächtlichen Schleier zu durchdringen. Schließlich wird alles vom mächtigsten Arm des Schlafes, der Müdigkeit übermannt.<span id="more-429"></span></p>
<h3>Morgengrauen.</h3>
<p>Ein früher Sonnenstrahl erweckt die Sinne zu neuem Leben. Noch immer rattert der Zug in seinem gleichmäßigen Rhythmus dahin. Ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster &#8211; tatsächlich, draußen liegt <strong>Schnee</strong>! Kleine, weiße Flöckchen tanzen zum aufgehenden Lied des ersten Tageslichtes. Eine Landschaft entfaltet sich in der Ferne, die direkt einem <strong>märchenhaften Bilderbuch</strong> zu entspringen scheint. Plötzlich wird die Geschwindigkeit des Zuges langsamer, bis er schließlich völlig zum Stillstand kommt. Ein kleiner Haltepunkt, ein Bahnhof im weiten Niemandsland. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, dass die Reise hier wohl an ihrem Mittelpunkt angelangt sein muss, sollte der Name, auf einem winzigen Ortsschild stehend, in der Distanz richtig erkannt worden sein. Der <strong>Polarkreis</strong> naht!</p>
<h3>Lappland.</h3>
<p><strong>Lappland</strong> ist erreicht, diese mysteriöse Gegend, die sich aus Teilen der Länder <strong>Schweden, Norwegen, Finnland und Russland</strong> zusammen setzt. Soll hier nicht auch der <strong>Heilige Nikolaus</strong> zu Hause sein? Die wenigen Menschen am Wegesrand, des jetzt recht langsam fahrenden Zuges, tragen die landestypischen Gewänder, die schön und bunt anzuschauen sind. Sogar ein paar <strong>Rentiere</strong>, sind in einiger Entfernung zu erkennen. Jedoch wird die Umgebung von einem tiefen Schweigen beherrscht, welches nur sehr spärlich seine wohl behüteten Geheimnisse preisgeben will. Sogar jeder Baum und jeder Strauch, scheint ein Teil dieses stummen Mysteriums zu sein. Auf einmal, in der tief verlorenen Einsamkeit, erblickt das beruhigte Auge etwas Unerwartetes &#8211; die Randbezirke einer größeren Ansiedlung. Diese Ansiedlung entpuppt sich mit der Zeit als <strong>Kiruna</strong>, eine Stadt berühmt wegen ihres Eisenerzes und gleichzeitig der nördlichste Außenposten Schwedens.</p>
<h3>Kiruna &#8211; Narvik.</h3>
<p>Die aufkommende Lebendigkeit nach der langen Stille scheint fast unwirklich zu sein. Der <strong>Bahnhof</strong> und die Stadt haben die Aura von etwas weit jenseits allem Bekannten. Doch so schnell alles gekommen ist, ist es auch schon wieder vorbei. Bald wird das Antlitz der fremdartigen Stadt von der weiten Einsamkeit ihrer Umgebung verschluckt. So, als sei alles nie gewesen, vielleicht nur das Angesicht eines längst vergessenen Traumes. Die Grenze zu <strong>Norwegen</strong> wird passiert. Bedächtig schnauft der Zug eine tief verschneite Berglandschaft hinauf, bis er schließlich ihren Kamm erreicht hat und vergnügt und federleicht wieder ins Tal rollt. Die Szenerie hat sich nun mit einem Schlag grundlegend verändert. Die Landschaft breitet sich in tiefen, <strong>fjorddurchpflügten Tälern</strong> vor dem erstaunten Auge aus. Und tatsächlich &#8211; ganz weit unten, vielleicht 1000 Meter oder mehr, sind springende Lachse zu sehen, die in hohem Bogen majestätisch aus dem Wasser schnellen.</p>
<h3>Narvik: Der Wohnsitz der Götter.</h3>
<p>Langsam schlängelt sich der Zug den Berg hinab. Es ist bereits früher Abend geworden. Doch die Sonne will hier, oberhalb des <strong>Polarkreises</strong>, in diesem Zeitjahresabschnitt nicht mehr völlig untergehen. Das Ziel der Reise naht. Längst schon ist der Atem zu einem Teil dieser weiten und wunderschönen Landschaft geworden, wie sie weich und anmutig unter der tief stehenden, schimmernden Sonne glänzt. Das Leben selbst muss wohl hier seinen Ursprung haben. <strong>Narvik</strong>, der nördlichste eisfreie Hafen breitet seinen abendlichen Mantel um die glasklare und friedlich schlafende See aus. Auch die Gedanken werden von diesem Mantel umschlungen und haben sich bei dessen Anblick zur Ruhe begeben. Das Ziel ist erreicht, Narvik, der Sitz der Götter des Nordens. <strong>Der Ort, wo die Sonne nicht mehr unter geht</strong>. </p>
<p>(<a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/424">Teil 1</a>, <a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/427">Teil 2</a>)</p>
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		<title>Mit dem Zug an die Nordspitze Skandinaviens &#8211; ein Reisebericht, Teil 2</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 18:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kai</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[Schweden entdecken &#8211; von West nach Ost oder auf den Spuren von Nils Holgerson. Die dänische Küste um Frederikshavn ist längst aus dem Blickfeld entschwunden. Das Meer liegt ruhig und stumm unter dem weiten Horizont. Nur ab und an wird die friedliche Stille von lautem Möwengeschrei unterbrochen. Im großen Rumpf des Fährschiffes herrscht allerlei Treiben. [...]]]></description>
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<img src="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/wp-content/uploads/2008/06/sri-chinmoy-87.jpg" alt="sc-87" /></ul>
<h3>Schweden entdecken &#8211; von West nach Ost oder auf den Spuren von Nils Holgerson.</h3>
<p>Die dänische Küste um <strong>Frederikshavn</strong> ist längst aus dem Blickfeld entschwunden. Das Meer liegt ruhig und stumm unter dem weiten Horizont. Nur ab und an wird die friedliche Stille von lautem Möwengeschrei unterbrochen. Im großen Rumpf des <strong>Fährschiffes</strong> herrscht allerlei Treiben. Jedoch hier, auf dem obersten Deck, ist alles angenehm verhalten. In einiger Entfernung, scheinen auf einmal kleine Konturen sichtbar zu werden. Die schwedische Küste? Die distanzierten Silhouetten verdichten sich und nun werden erste Landstriche auch dem bloßen Auge sichtbar. Die Vorfreude steigt. Das tiefe Meeresblau hat jetzt einen etwas türkisnen Farbton angenommen. Langsam läuft das riesige Fährschiff in die Bucht von <strong>Göteborg</strong> ein. Das gelbe Kreuz auf blauem Hintergrund, die Nationalflagge Schwedens, weht zur Begrüßung. Genauso wie ein überdimensionales, fahnenartiges Schild auf dem in großen, leuchtenen Buchstaben geschrieben steht: <em>&#8220;Willkommen in Göteborg, dem Herzen Skandinaviens!&#8221;</em><span id="more-427"></span></p>
<h3>An Land.</h3>
<p>Langsam und besonnen dockt das Fährschiff am Kai an. Niemand scheint es mehr erwarten zu können, an Land zu gehen. Dann ist es endlich soweit! Die Füße berühren zum ersten Mal <strong>schwedischen</strong> Boden. Das Klima ist jetzt, Mitte April, recht mild und die Sonne strahlt in ihrem schönsten Frühlingsschein. In einiger Entfernung sind die Umrisse gigantischer <strong>Hinweistafeln</strong> zu erkennen. Bei näherer Betrachtung wird auch klar weshalb: Das <strong>größte Sportstadion (Ullevi), der größte Vergnügungspark (Liseberg), das größte überdachte Einkaufszentrum Skandinaviens (Nordstan)</strong> und einiges mehr wird hier angepriesen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, denn schon in den Nachmittagsstunden soll es nach <strong>Stockholm</strong> weitergehen. Aber immer noch genug, die berühmte Stadt ein wenig genauer in Augenschein zu nehmen.</p>
<h3>Göteborg: Das Herz Skandinaviens.</h3>
<p>Die hübschen Häuser wirken fast verspielt in ihren hellen, kontrastreichen, warmen Farbtönen, wie sie sich gegen den tiefblauen Horizont abheben. Ja, <strong>Göteborg</strong> ist eine schöne Stadt. Vor allem jedoch ist sie eines: sauber, fast unglaublich sauber. So, als wäre gerade ein Besenwagen vorbei gekommen. Das dies für Schweden typisch ist, ist eine Tatsache, die erst noch erfahren werden will. Vorbei geht die Sightseeing-Tour an vielen, weit angelegten <strong>Plätzen</strong>, modernen und gut erhaltenen älteren <strong>Gebäuden</strong>, sowie Dutzenden imposanten <strong>Kirchen und Stadteinrichtungen</strong>. Irgendwie wirkt alles neu und antik, lebendig und beschaulich zugleich. Die Fahrt ist angenehm und wird nur hin- und wieder von dem dichten Mittagsverkehr unterbrochen. Durch die mitreisenden Dänen und Schweden entsteht zudem ein amüsantes  Dialektgemisch. Obwohl es sich doch eigentlich um zwei verschiedene Sprachen handelt &#8211;  das ungeübte Ohr kann nicht den geringsten Unterschied erkennen. Bald ist die Rundfahrt beendet und der Bus hält direkt vor dem <strong>Göteborger Zugbahnhof</strong>.</p>
<h3>Weiterreise nach Stockholm.</h3>
<p>Wer noch nie in einem <strong>schwedischen Bahnhof</strong> war, wird überrascht sein. Keine Warteschlangen, keine Hektik, sowie ein angenehmes Ambiente kennzeichnen diese Orte. Hier heißt es: Wartenummer ziehen und auf einer bequemen Couchgarnitur Platz nehmen und gleichzeitig die Leuchtziffern über den vielen Schaltern im Auge behalten. Wenn die eigene, gezogene Nummer irgendwo aufleuchtet, ist es soweit. Um es gleich vorweg zu nehmen: Probleme mit den Mitarbeitern der <strong>schwedischen Bahn</strong>, die unter privater Regie fährt, oder sogar Sprachbarrieren, gibt es nicht. Freundlichkeit und eine vollkommene Beherrschung der englischen Sprache scheinen hier oberstes Prinzip zu sein. Und nicht nur hier, wie sich später noch heraus stellen wird. Bald schon geht die Fahrt deshalb ungetrübt weiter &#8211; Richtung <strong>Stockholm</strong>.</p>
<h3>Im Zug nach Stockholm.</h3>
<p>Unzählige <strong>Seen</strong>, eine weich dahinfließende <strong>Landschaft</strong> und ein saftiges Grün wohin das Auge reicht, so lässt sich das <strong>schwedische Frühlingsland</strong> vielleicht am besten charakterisieren. Penible Sauberkeit in den Abteilen und sanitären Einrichtungen und modernste Zugausstattungen &#8211; dies charakterisiert hindessen die <strong>schwedische Bahn</strong>. Bald schon liegt Göteborg weit zurück und der Blick ist gebannt von der Anmut dieser <strong>südskandinavischen Ebene</strong>. Seen, Wälder und kleine Flüsschen laden ein, sich ganz dem Moment zu ergeben. Ist dies nicht der Landstrich, wo die vielen berühmten Kinderromanhelden zu Hause sind, die durch <strong>Astrid Lindgren</strong> und <strong>Selma Lagerlöff</strong> zu Weltruhm kamen? So geht die bezaubernde Fahrt dahin und irgendwann sind schließlich die Ausläufer von <strong>Stockholm</strong> erreicht. Hier heißt es wieder umsteigen für das nächste und aufregendste Ziel der Reise: <strong>Narvik, Nordnorwegen.</strong></p>
<p><a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/424">Teil 1, <a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/429">Teil 3</a>) </a></p>
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		<title>Mit dem Zug an die Nordspitze Skandinaviens &#8211; ein Reisebericht, Teil 1</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2008 17:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kai</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Herzen Deutschlands bis in das Herz Skandinaviens. &#8220;Die Reise selbst ist aufregender als das Ziel. Unglaublich, jedoch völlig wahr.&#8221; (Sri Chinmoy) Inspiriert von ähnlichen Gedanken, geht die Fahrt durch die Nacht. Und sogar Goethe hatte ja gesagt, dass man schließlich nicht reise um anzukommen. Während es letzteren jedoch Richtung Süden, nach Italien zog, setzt [...]]]></description>
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<img src="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/wp-content/uploads/2008/05/sri-chinmoy-86.jpg" alt="sc-86" /></ul>
<h3>Vom Herzen Deutschlands bis in das Herz Skandinaviens.</h3>
<p><em>&#8220;Die Reise selbst ist aufregender als das Ziel. Unglaublich, jedoch völlig wahr.&#8221;</em> (<strong>Sri Chinmoy)</strong> Inspiriert von ähnlichen Gedanken, geht die Fahrt durch die Nacht. Und sogar <strong>Goethe</strong> hatte ja gesagt, dass man schließlich nicht reise um anzukommen. Während es letzteren jedoch Richtung Süden, nach Italien zog, setzt der Nachtzug seine einsame Fahrt unbeirrt wie die Kompassnadel fort &#8211; gen Norden. Sein Ziel: <strong>Hamburg und Dänemark</strong>.<span id="more-424"></span></p>
<h3>Eine kleine Ewigkeit.</h3>
<p>Eine kleine Ewigkeit scheint bereits vergangen zu sein. Die Dunkelheit verschluckt auch das letzte Licht, welches schon bald vollkommen erloschen ist. Rhythmisch rattert der Nachtzug den endlosen Schienenstrang entlang. Ein ganz besonderes mittnächtliches Wiegenlied. Draußen sind, durch die halb herunter gelassenen Vorhänge, die schnell vorbei gleitenden Silhouetten kleinerer Dörfer und Städte zu erkennen. Der Atem verschwimmt mit dem Grau der Nacht, bis schließlich auch er, vom Rhythmus der Wagenräder angeregt, die Kühle des Schlafes berührt.</p>
<h3>Hamburg ist erreicht.</h3>
<p>Ein Signal ertönt. Die Augen werden durch das erste Spiel der morgendlichen Farben irritiert. Doch die Vorfreude auf das Abenteuer überwiegt. Rasch sind die Vorhänge des Schlafwagenabteils zur Seite gezogen. Ein gewagter, erster Blick aus dem Fenster gibt bereits viel Neuartiges preis. Hügel und Wälder sind verschwunden. Dafür erscheint eine topfebene Landschaft vor den überraschten Augen. Sie wird von moos- und efeubewachsenen, erdfarbenen Backsteinhäusern akzentuiert. Mit der Zeit werden die Ansiedlungen dichter, bis sie schließlich zu einer großen Stadt anschwellen: <strong>Hamburg</strong> ist erreicht.</p>
<h3>Umsteigen.</h3>
<p>Die Luft ist klar und eine steife Brise kündigt den Wohnsitz der Nordgötter an. <strong>Flensburg &#8211; Frederikshavn</strong> ist auf einem Hinweisschild zu lesen. Das Tor zu <strong>Skandinavien</strong>! Der Zug ist nur mäßig besetzt und gleitet bald wie auf einer Kompassnadel dahin &#8211; immer gen Norden. Die Grenze zu <strong>Dänemark</strong> kommt schnell näher. Ab jetzt beginnt der Aufbruch ins Unbekannte. Erwartungsvoll richtet sich der Blick dem Horizont entgegen, der tiefblau in der Ferne erstrahlt. Dänemark hat sein schönstes Sonnenkleid angezogen, und scheint etwas schüchtern in der warmen Mittagssonne zu schimmern. Bäume sind nur noch vereinzelt zu erblicken. Genauso wenig wie größere Ansiedlungen. An ihre Stelle treten weite, einsame Landschaften, die friedlich und still die Sinne beruhigen.</p>
<h3>Im Herzen Dänemarks.</h3>
<p>Die geografische Mitte <strong>Dänemarks</strong> ist erreicht. Die Zugabteile haben sich gefüllt. Die Ruhe jedoch ist geblieben. Angenehm unaufgeregt verhalten sich die dänischen Mitreisenden. Mit der Zeit leert sich der Zug wieder und irgendwann ist er plötzlich an der Endstation angekommen: <strong>Frederikshavn, der Nordspitze Dänemarks</strong>. Jetzt heißt es aussteigen und sich eine Unterkunft für die Nacht suchen. Dies stellt jedoch kein Problem dar. Wie auf einem Tablett laden kleinere Herbergen zur abendlichen Zuflucht ein. Früh schon ist der Tag beendet, denn morgen heißt es ausgeruht sein für die große Überfahrt nach <strong>Schweden</strong>. Die Nordgötter singen ein angenehmes Schlaflied wie sie in gleichmäßigem Spiel über das strohne Dach streichen. Und schon bald fällt alles in einen tiefen Traum.</p>
<h3>Abenteuerliche Überfahrt.</h3>
<p>Nach einem herzhaften Frühstück geht es Richtung <strong>Fährschiff</strong>. Am Hafen angekommen schweift der Blick ehrfürchtig über die haushohen Linienkreuzer. Alles scheint hier riesig und überdimensional zu sein. Fast macht es den Eindruck, als hätten sich ihre gigantischen Bugkörper in ein Zwergenland verirrt &#8211; so wie Gulliver bei seiner unfreiwilligen Reise. Die Anspannung wächst. Wohin der Blick auch schweift wird be- und entladen oder betreten Fährpassagiere die Reling. Dann ist es endlich soweit. Etwas ängstlichen Schrittes geht es hinauf zu einem dieser Schiffsriesen, als gelte es den <strong>Mount Everest</strong> zu besteigen. Das Signalhorn ertönt und der Riese bewegt sich. Das Ufer wird kleiner und kleiner, bis es schließlich am Horizont verschwindet. Die Überfahrt nach <strong>Schweden</strong> hat begonnen! </p>
<p>( <a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/427">Teil 2</a>, <a href="http://www.srichinmoybio.co.uk/deutsch/archives/429">Teil 3</a>)</p>
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