Bhakti-Yoga - der Weg der Liebe

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Sri Chinmoy über Bhakti-Yoga.

“Wahrheit ist in allem, doch die Liebe ist alles”, sagt der Meditationslehrer und Yogi Sri Chinmoy in einem seiner Aphorismen. Die Bedeutung dieser Worte kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bhakti-Yoga, der Weg der Liebe, ist der einfachste Weg, sich dem Göttlichen zu nähern. Es ist der Königsweg oder, in den Worten Sri Chinmoys, “Der sonnenerleuchtete Pfad”. Erreicht ein Mensch diese erhabene Liebe, wird sein Leben befreit und Gott erfüllt.

Was charakterisiert einen Bhakti-Yogi?

“Wenn ein Mensch diese Liebe zum Göttlichen fühlt”, beschreibt der große Weise Narada diesen Zustand, “liebt er alles, hasst nichts, und fühlt vollkommene, ewige Zufriedenheit.” Der Bhaki-Yogi erwartet für seine Liebe keine Gegenleistung. Seine Liebe selbst ist sein höchstes Gut, seine größte Erfüllung. Der Vorteil des Bhakti-Yogas ist dabei seine einfache Handhabung. Er ist ein völlig natürlicher Weg, um sich dem Göttlichen zu nähern. Darüber hinaus erfordert er keine Vorkenntnisse. Vergleichbar mit der spontanen Liebe eines kleinen Kindes für seine Eltern.

Der Bhakta-Yogi sucht die ewige Liebe.

Jedoch muss es sich dabei um die eine, göttliche Liebe handeln, die dem Schöpfer und Seiner Schöpfung alleinig gilt. Ansonsten kann es leicht zu Anhaftung, Zorn oder sogar Fanatismus kommen. Denn in menschlicher Liebe liegt sehr oft eine subtile Erwartungshaltung verborgen, die bei Nichterwiderung dieser Erwartungen sich ins Gegenteil verkehren kann. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass ein wirklicher Bhakti-Yogi, der seine Liebe alleinig auf das Göttliche zentriert hat, anderen Menschen gegenüber sich tolerant verhält, da er auch in ihnen einen Aspekt Gottes erkennt. Daher akzeptiert er die verschiedensten Weltanschauungen und schränkt niemanden in seinem Sosein ein.

Die großen Bhakti-Meister.

Die großen Bhakti-Meister der Vergangenheit, so wie zum Beispiel Sri Ramakrishna oder Sri Chaitanya, waren durchflutet von ihrer Liebe zum Göttlichen. Oft badeten sie trunken in einem Meer der höchsten Glückseligkeit. Obwohl dies nun ein weit fortgeschrittenes Stadium ist, beschreibt es sehr gut das Wesen eines entwickelten Bhakti-Yogis.

Das höchste Ziel des Bhakti-Yogis.

Sein Ziel liegt in der stetigen Anbetung des Göttlichen. Vergleichbar mit einem Liebenden, der immer während das Geliebte verehrt. Sri Ramakrishna sagte diesbezüglich, dass er Zucker schmecken wolle, jedoch nicht beabsichtige selbst Zucker zu werden, so dass er für alle Zeiten die Süße der göttlichen Liebe fühlen könne. Wenn nun also Yoga Einheit und Verschmelzung mit Gott bedeutet, möchte der Bhakti-Yogi immer eine Stufe darunter verharren, um auf ewig dem Zauber und der Schönheit der göttlichen Liebe zu erliegen.

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