Sri Chinmoy, die indischen Schriften und die inneren Lichter

    gelber dhoti

Sri Chinmoy und die indischen Schriften sprechen über die Lichter der Umwandlung.

Sri Chinmoy ist ein in New York lebender spiritueller Lehrer. Nachfolgend ein paar Anmerkungen von ihm, verbunden mit Auszügen aus den alten indischen Schriften über die Lichter der inneren Umwandlung.

Die Lichter der indischen Schriften.

Die alten indischen Schriften sprechen von mehreren geheimen Lichtern, die dem Menschen den Weg zu sich selbst weisen und gleichzeitig sein Wesen erhellen und erleuchten. Diese Lichter symbolisieren den schrittweisen Rückzug seiner Sinne, beginnend vom grobphysischen Äußeren bis hin zum ewigen Feuer Atmans, seinem eigenen inneren wahren Sein.

Der Rückzug der Sinne in den indischen Schriften.

Zuerst erscheint die Sonne, welche dem Planeten Erde mit all seinen Lebewesen ihre Strahlen schenkt. Darüber hinaus repräsentiert sie das innere Erwachen des Menschen, die ewige Sonne, die das Bewusstsein des Einzelnen anhebt und erhellt. Nachdem sie untergegangen ist, erscheint der Mond. Er symbolisiert den passiven und empfänglichen Aspekt der Schöpfung.

Sri Chinmoy: “Das Feuer ist die Flamme der Strebsamkeit.”

Wenn sowohl Sonne wie auch Mond erloschen sind, sucht der Mensch Zuflucht am Feuer, welches die Unwissenheit der Jahrtausende in seinen lodernden Flammen verbrennt. Ist auch das Feuer zur Ruhe gekommen, gewinnt das Wort an Bedeutung. Es ist das Wort der Unterscheidung zwischen Hell und Dunkel, Tag und Nacht. Wenn auch das Wort verstummt ist, offenbart sich im tiefsten Innern des Menschen das Geheimnis der Geheimnisse: Das Licht Atmans, sein ewiges, tief verborgenes Selbst, welches einen immer währenden Zugang zu Brahman, dem ewigen Schöpfer hat.

Die indischen Schriften und die Stätten des Lichts.

Die Sonne ist die Schutzgöttin des Wachbewusstseins. Daher herrscht sie über die Augen, die das grobphysische Äußere wahrnehmen. Der Mond wiederum regiert den menschlichen Verstand. Es ist diese mentale Unterscheidungsfähigkeit, das Reich der Reflektion und Vorstellung, welche den Mensch von allen anderen Lebewesen unterscheidet. Das aufwärts strebende Herz ist die nächste Ebene.

Sri Chinmoy über das innere Feuer.

Es ist das eigentliche Werkzeug, den Menschen hin zum Göttlichen zu führen. Sinnbild für diese emporsteigende Flamme ist daher das Feuer, welches sich nach dem Höchsten sehnt. Jedoch muss letztendlich auch das Feuer oder die innere Sehnsucht, wie dies der spirituelle Lehrer und Yogi Sri Chinmoy poetisch formuliert, etwas noch Größerem weichen.

Die indischen Schriften und das Wort der Wahrheit.

Dieses “Etwas” ist das Wort. Das Wort der Wahrheit, welches den Menschen anleitet und führt. Am Anfang war das Wort, heißt es daher in den alten indischen Schriften. Aber selbst dieses Wort muss noch transzendiert werden, will der Mensch die Essenz der letzten Wirklichkeit oder Gott selbst entdecken. Denn auch das Wort ist immer noch eine Art Verhüllung in dieser Welt der Formen und Dualitäten. Daher muss es schließlich zum Verstummen gebracht werden.

Sri Chinmoy: “Die Seele ist das letzte Glied der Kette.”

Dann jedoch kommt der Mensch in Kontakt mit seinem Innersten, seiner Seele, der Quelle allen Lichtes. Sie ist sozusagen, wie es der spirituelle Lehrer Sri Chinmoy sagt, “das letzte Glied der Kette”. Hier erkennt er seine wirkliche Natur und wird zu dieser Natur, die ewig und befreit ist selbst.

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