
Nur das Unendliche bietet Erfüllung.
“Im Endlichen kann es keine Erfüllung geben, alleinig im Unendlichen ist Zufriedenheit zu finden.” Diese Worte aus der ältesten indischen Schriftensammlung, den Veden, sind sowohl warnender wie auch hoffnungsvoller Hinweis für jedes menschliche Leben. Denn einerseits ermahnen sie den Menschen, sein Glück nicht in der vergänglichen Endlichkeit zu suchen. Andererseits weisen sie ihn auf das Unendliche, das Transzendente hin, mit seinen mannigfaltigen Möglichkeiten und Gelegenheiten der eigenen Existenz einen wirklichen Sinn zu geben.
Die menschliche Suche nach dem Unendlichen.
Da der Mensch den Sinnen unterworfen ist, muss er seine Reise zwangsläufig im Materiellen, im Endlichen beginnen. Doch bald bemerkt er die Begrenztheit dieser Suche. Er fühlt, dass wahre Erfüllung und Zufriedenheit hier, in der Welt des Gegenständlichen, niemals zu finden sind. Denn so schnell auf der materiellen Ebene etwas entsteht oder erreicht wird, so schnell löst es sich auch wieder auf. Nichts ist auf dieser Ebene wirklich beständig.Die äußere Weilt ist daher eine Stätte des andauernden Wechsels, des Wechsels von Geburt und Tod, von Erlangen und Entschwinden.
Die Suche nach dem Unendlichen: Der nächste Schritt.
Durch die Erkenntnis der Vergänglichkeit aller physischen Dinge macht der Mensch den nächsten Schritt hin zum Formlosen, Ewigen. Er zieht seine Sinne von der Welt des stetigen Wechsels zurück und wendet sich dem Überirdischen, dem Göttlichen zu, welches tief verborgen allem Existierenden zugrunde liegt und unerkannt im Herzen des inneren Universums atmet.
Das Unendliche offenbart sich in vielen Dingen.
Das Göttliche kann sich dabei in vielen, fast unendlich vielen Dingen offenbaren. Es kann sich formlos manifestieren, durch eine innere Stimme, ein Licht oder einen Bewusstseinsfunken, der aus dem tiefsten Inneren des Menschen emporsteigt. Es kann aber auch eine persönliche Form annehmen, sei es nun durch einen Bekannten, einen Fremden oder sogar durch einen spirituellen Lehrer oder Meister.
Das Unendliche: Loslösung und Nicht-Verhaftung.
Das Göttliche, welches eine Form angenommen hat, darf an dieser Stelle nicht mit dem Gegenständlichen verwechselt werden. Obwohl sich in der Form befindend, bleibt es doch unverhaftet und frei. Deshalb kann die Hingabe an einen anderen Menschen auch zur Befreiung führen, vorausgesetzt jedoch der Gegenüber repräsentiert das Göttliche in seiner manifestierten Form wie es bei einem spirituellen Lehrer der Fall ist.
Die Meister als Überbringer der Unendlichkeit.
Diese Meister sind nichts anderes wie Übermittler oder Boten einer höheren Welt, sagt der Meditationslehrer Sri Chinmoy, die das Menschliche hinauf zum Göttlichen und das Göttliche hinab zum Menschlichen führen mit dem Ziel der vollständigen Zufriedenheit, Freiheit und Vollkommenheit des Menschen.
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