Die Notwendigkeit einer verwandelten menschlichen Existenz

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Die Begrenzung des Menschen.

Der Mensch ist begrenzt. Begrenzt durch seine sterbliche körperliche Existenz, aber noch mehr durch die Beschränkungen seines Verständnisses bezüglich der letztendlichen Wahrheit. Der Mensch sucht nach vollkommener Freiheit. Jedoch sucht er diese Freiheit in der Welt des Besitzes und nicht im Reich der höchsten Göttlichkeit, wo diese überirdische Qualität alleinig zu finden ist. Daher findet er nur noch mehr Begrenzungen und noch mehr Leid, die durch diese Gefühle der Unfreiheit im Menschen hervorgerufen werden.

Die Notwendigkeit der Erleuchtung.

“Erleuchtung ist Vollkommenheit in der göttlichen Welt”, schrieb der kürzlich verstorbene Meditationsmeister Sri Chinmoy einmal. Daher muss der Mensch versuchen, sein Wesen mit diesem Licht der Erleuchtung zu durchtränken. Tut er dies, kann er die zerstörerischen Energien umwandeln, die tief in seinem bisherigen Leben des Besitzes und der Begierde verborgen lagen. Sogar das tiefste Irdische kann dadurch in ein Instrument des Göttlichen transformiert werden. Nicht einmal der äußere physische Körper bleibt davon ausgenommen. Oder wie es Sri Aurobindo, der Begründer des Integralen Yogas in seinem Epos “Savitri” sagt: “Sogar der Körper wird sich schließlich des Göttlichen erinnern.”

Verwandlung und Erfüllung gehören zusammen.

Das höchste Wesen oder Gott nimmt die ganze Welt vorbehaltlos an. Weshalb? Um Sich selbst zu erfüllen. Jedoch unterscheidet sich diese Erfüllung des Göttlichen gänzlich von derjenigen des Menschen. Der Mensch will fordern und besitzen. Er spricht von “ich” und “mein”. Das Göttliche hingegen ist vollkommen eins mit der gesamten Schöpfung. Daher will und braucht es nichts zu besitzen, da ihm ohnehin schon alles gehört. Zu dieser Einsicht muss deshalb auch das Menschliche kommen. Das bedeutet, dass sein kleines irdisches Ego zum höchsten Kosmos emporgehoben werden muss, will es durch diese Selbsthingabe wahre Umwandlung und damit Erfüllung erfahren.

Die Versuchung des Menschen: Die letzte Schlacht.

Der Verstand befindet sich momentan in der Welt der Versuchung. Auf dieser Ebene des Daseins findet ein ständiges Tauziehen zwischen irdischer Begrenzung und himmlischer Erleuchtung statt. Jedoch folgt auf jede gewährte Versuchung nur Frustration und Zerstörung. Aus diesem Grund muss sich der Mensch schließlich für den Weg der Umwandlung entscheiden, will er sich nicht selbst zugrunde richten. Diese Transformation wird die Welt der Versuchung wie ein Kind umarmen und zu Füßen Gottes legen. Der Mensch ist befreit. Gott ist erfüllt.

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