Sri Chinmoy und der Weg der Selbst-Transzendenz

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Sri Chinmoys Weg der Selbst-Transzendenz

Selbst-Transzendenz ist ein großes Wort und ist doch das tiefste Anliegen jedes Menschen, der Hauptgrund seines Handelns. Weshalb würden sonst Bergsteiger schwierigste Gebirgsriesen hinauf klettern, Abenteurer unwegsame Gebiete und Territorien erkunden, sowie Sportbegeisterte Marathons und Ultra-Marathons laufen? Sie alle suchen nach der Erfahrung des Über-sich-hinaus-wachens, des Transzendenten. Oder wie es Friedrich Schiller in einem Gedicht sagt:

“Die Welt wird alt und wird wieder jung, doch der Mensch hofft immer Verbesserung.”

Sri Chinmoy und die verborgene Dimension der Selbst-Transzendenz.

Tief in jedem Menschen verborgen liegt die Dimension des Transzendenten. Alles Äußerliche, jedes nach Außen gerichtete Streben, ist nur ein Abglanz dieser inneren Fähigkeit, oder besser gesagt Notwendigkeit das Jenseitige zu erkunden. Denn letztlich ist jeder Mensch ein Abbild des Göttlichen, welches, wie es der Meditationslehrer Sri Chinmoy sagt, stetig voranschreitet. Es nennt es deshalb auch das “Sich-Ewig-Selbst-Übersteigende-Jenseits”.

Die Selbst-Transzendenz des Universums.

Und selbst das physische Universum dehnt sich ja, wie es die Wissenschaftler heraus gefunden haben, ständig aus. Und genauso wie das innere Universum kennt es keine Grenze, kein finales Stadium. An diesem Punkt ist der menschliche Verstand möglicherweise nicht mehr gewillt diesem Bild zu folgen, denn sein Verständnis der Wahrheit ist begrenzt, wie es Sri Chinmoy sagt. Er kennt nur die Abmessungen des irdischen Lebens, wo jeder Anfang auch ein Ende haben muss, sei dieses Ende nun zeitlich oder räumlich bemessen. Da das Transzendente jedoch jenseits dieser Begrenzungen existiert, existiert es auch jenseits des eingeschränkten menschlichen Verstandes.

Selbst-Transzendenz und das Spirituelle Herz.

Wenn der Verstand nun nicht mehr die Fähigkeit besitzt, die ewigen Wahrheiten zu erkennen, wie kann es dem Menschen dann je gelingen in das Transzendente hinein zu wachsen? Sri Chinmoy gebraucht in diesem Zusammenhang den Begriff des spirituellen Herzens. Jenen Punkt auf den der Mensch spontan zeigt, wenn er sich selbst meint. Dieser Punkt ist das Tor zur innersten Wirklichkeit des Menschen. Das spirituelle Herz besitzt die besondere Fähigkeit der Einswerdung mit allem Existenten.

Selbst-Transzendenz und Eins-Werdung.

Und letztlich ist ja auch die Erfahrung des Transzendenten eine Erfahrung des “Eins werdens”. Denn was transzendiert sich wirklich? Das Göttliche und alles was sich mit diesem Göttlichen verbunden fühlt. Aus diesem Grund versucht der Strebende, der Yogi, in tiefster Meditation in diesen Zustand einzutauchen, um selbst ein Teil dieser, im wahrsten Sinne des Wortes All-umfassenden Dynamik zu werden.

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