Vom Traum zur Wirklichkeit – Wege zur inneren Erfüllung

    sc-27-morgen

Was ist ein Traum?

Was ist ein Traum? Ein Traum ist ein Vorbote einer neuen Schöpfung, von etwas was zwar in der inneren Welt bereits existiert, in der äußeren Welt jedoch noch nicht Fuß gefasst hat. Somit ist ein Traum auch eine Wirklichkeit, eine zukünftige Wirklichkeit. Doch was ist nun notwendig, dass aus einem Traum Realität wird?

Begierden und Strebsamkeit.

Die Vereinigung von Licht und Dunkelheit, von irdischen Begierden und Strebsamkeit nach einem höheren Leben ist ein großer Fehler. Nicht Vereinigung oder Vermischung, sondern Umwandlung, Transformation ist notwendig. Ansonsten wird das Leben der Strebsamkeit nur zum Teil hell erleuchtet werden. Der andere Teil bleibt dunkel. Zudem wird die Unwissenheit der Welt sich wieder, Stück für Stück, das Licht zurück holen, um es erneut zu verfinstern. Wenn es also nun schon zur Vermengung kommt, dann nur zwischen Strebsamkeit und Entsagung. Jedoch nicht jener Entsagung, die alles um sich herum ablehnt. Das bedeutet, es darf nicht zur Entsagung der eigenen menschlichen Existenz, nahe stehenden Personen oder jenen für das irdische Leben notwendigen Pflichten kommen. Alleinig die Entsagung von unnötigen Besitztümern, von Dingen die nicht göttlich, erleuchtend und vollkommen sind, sowie denjenigen die der Selbstfindung im Wege stehen, sind hier gemeint.

Die Transformation.

Das Leben der Strebsamkeit ist der Anfang, der Beginn der inneren, spirituellen Reise. Jedoch kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo dieses Strebsamkeits-Leben schon stark genug erblüht ist, um in das unerleuchtete Begierde-Leben einzutauchen und es in etwas Göttliches zu verwandeln. Diese Leben der Strebsamkeit ist sozusagen die Brücke zwischen dem Leben der Begierde und jenem der Selbsterkenntnis des Menschen. Daher beschleunigt jeder kleinste Funken von Strebsamkeit oder der Sehnsucht nach einer höheren Existenz, auch das Eintreten der Selbstverwirklichung und Selbsterkenntnis.

Vom Traum zur Wirklichkeit.

“Ein Traum ist eine Schöpfung”, sagt der spirituelle Lehrer und Yogi Sri Chinmoy, “ein Plan, den das Göttliche in der inneren Welt selbst ausgearbeitet hat.” Dabei sind Schöpfung und Traum, Strebsamkeit und Verwirklichung alle Mitglieder derselben Familie. Wenn der Mensch sich nun einer dieser vier gewahr werden kann, dann wird es ihm auch möglich sein, sich der anderen drei bewusst zu werden. Somit bleibt ein Traum nicht immer Traum. Durch das Bindeglied der Strebsamkeit, der inneren Sehnsucht nach Erfüllung, kommt es zur Selbsterkenntnis. Diese Selbsterkenntnis oder Selbstverwirklichung bedeutet die Entdeckung der Schöpfung des Göttlichen, die in der inneren Welt schon immer existiert hat, jedoch vom Menschen bisher noch nicht wahrgenommen wurde. Der Traum ist nun kein Traum mehr. Er hat sich in dieser Welt der Formen realisiert und wurde dadurch zur Wirklichkeit.

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