Die indischen Gottheiten: Aspekte des höchsten Absoluten

    lakshmi

Die indischen Gottheiten in der Mythologie.

“Es gibt so viele Götter, wie es Menschen gibt”, heißt es in den alten hinduistischen Schriften. So gesehen repräsentiert jeder Mensch eine bestimmte Facette des Höchsten, der sowohl einen irdischen wie auch göttlichen Aspekt besitzt. Der göttliche Aspekt wird im Westen oft auch als Schutzengel bezeichnet. Im ursprünglichsten Sinn sind mit der Bezeichnung Götter jedoch die Kosmischen Götter gemeint. Sie leiten, weisen und segnen die spirituell erwachende Menschheit und stellen die verschiedenen Aspekte des “Einen ohne ein Zweites”, des Brahmans dar.

Die indischen Gottheiten: Die Mutteraspekte.

Der Göttlichen Mutter kommt in der hinduistischen Mythologie eine große Bedeutung zu. Sie wird dabei in vier wichtige Teilaspekte untergliedert: Kali, Lakshmi, Saraswati und Maheshwari. Jedem dieser Aspekte wird eine bestimmte Bedeutung zu. Kali, zum Beispiel, ist eine Art Kriegerin, die gegen die dunklen und unwissenden Kräfte dieser Welt kämpft. Oft wird den Namen dieser Gottheiten auch das Wort “Maha” voran gestellt, was übersetzt “Groß” oder “Gewaltig” bedeutet. Diese vier Aspekte untergliedern sich wiederum in andere Teilaspekte, wovon die Göttin Durga wohl die bekannteste sein dürfte.

Die indischen Gottheiten: Feuer, Luft, Wasser, Erde und Äther.

Laut der indischen Medizin des Ayurveda setzt sich der menschliche Körper aus fünf Elementen zusammen: Feuer, Luft, Wasser, Erde und Äther. Und auch die kosmischen Gottheiten werden jeweils einer dieser atmosphärischen Region zugeordnet. Eine große Bekanntheit hat hierbei der Gott Agni erlangt, der dem Element des Feuers zugeordnet ist und das Aufstreben der innerlich erwachenden Menschheit symbolisiert. Darüber hinaus sprechen die alten indischen Schriften von verschiedenen Rangordnungen, sozusagen einer Hierarchie, wie sie auch in der römischen oder griechischen Mythologie zu finden ist.

Die indischen Gottheiten: Viele Aspekte der einen Wahrheit.

“Viele Wege führen nach Rom”, sagt das bekannte Sprichwort. Genauso weisen auch die indischen Gottheiten dem Menschen verschiedene Wege hin zu dem einen Ziel: der Selbstfindung. Es handelt sich bei ihnen um hoch entwickelte Wesenheiten, die jedoch nicht der irdischen Evolution unterliegen, wie des der Spirituelle Meister Sri Chinmoy formuliert. Für jeden innerlich Strebenden und nach der ewigen Wahrheit Suchenden sind sie eine unschätzbare Hilfe, denn sie unterstützen und segnen die Menschheit auf ihrer immer währenden und fortlaufenden Reise. Nicht zuletzt deshalb wird ihnen in Indien daher auch diese große Bedeutung beigemessen und höchste Verehrung dargebracht.

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