Die zehn Inkarnationen des Göttlichen

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Die Evolutionstheorie Darwins.

Die Evolutionstheorie Charles Darwins geht von einer stetigen Weiterentwicklung des Lebens auf der Erde aus. Dabei bleiben manche Pflanzen- und Tiergattungen bestehen, die sich als anpassungsfähig an neue Situationen erwiesen haben. Wiederum andere verschwinden im Zeitenlauf. Darüber hinaus entwickeln sich manche Arten sehr progressiv weiter. So entstand, nach dieser Theorie, letztlich auch der Mensch, der sich jedoch nach wie vor im Zustand des stetigen Fortschritts befindet.

Die Evolutionstheorie gemäß den indischen Schriften.

Eine ähnliche Theorie lässt sich interessanterweise auch in den indischen Schriften ausmachen. Hier verkörpert sich die höchste Gottheit in dieser Welt der Formen, gemäß der Stufe ihrer jeweiligen Evolution. Da sich das Göttliche stetig selbst transzendiert, wie es er Meditationslehrer und Yogi Sri Chinmoy sagt, entstand so das Bild von den zehn Inkarnationen des Brahman, des Einen ohne ein Zweites.

Die frühen Inkarnationen des Göttlichen: Vom Wasser aufs Land.

Alles Leben entwickelte sich aus dem Wasser heraus. Daher ist die erste Verkörperung des Göttlichen, die in den indischen Schriften zu finden ist, ein goldener Fisch, auch Matsya-Avatar genannt. Das Wort Avatar bedeutet Herabkunft. Als nächstes entwickelten sich Amphibientiere, die sowohl im Wasser, als auch zu Land leben konnten. Der Kurma-Avatar oder die Schildkröte ist deshalb die nächste Inkarnation der höchsten Gottheit. Danach kam der Eber oder Varaha-Avatar, ein Landtier, welches begann die Erde in Besitz zu nehmen.

Die frühen Inkarnationen des Göttlichen: Vom Tier zum Menschen.

Die vierte Herabkunft, der Narsimha-Avatar, der Mensch-Löwe, stellte eine Art Bindeglied zwischen dem menschlichen und tierischen Leben dar. Vergleichbar mit der ersten affenähnlichen Entwicklungsstufe der frühen Menschheit. Die darauf folgende, fünfte Inkarnation, ist sehr bedeutungsvoll. Hier hatte der Mensch zum ersten Mal seine volle Entwicklung erreicht, wenn auch noch in einer frühen Anfangsphase sich befindend. Daher wird diese Verkörperung des Göttlichen als Zwerg dargestellt, auch Vamana-Avatar genannt.

Die entwickelten Inkarnationen des Göttlichen: Ramachandra und Parashurama.

Die nächsten Verkörperungen sind, in dieser Reihenfolge: Ramachandra, Parashurama, Krishna, Buddha und Kalki. Hierbei handelte es sich bereits ausschließlich um Menschen, die die Entwicklung der Erde entscheidend vorantrieben. Während Ramachandra und Parashurama sich ihrer Göttlichkeit dabei nur teilweise bewusst waren, hatte bereits Krishna einen vollkommenen Einblick in den Zyklus der Evolution und seiner Rolle darin.

Die entwickelten Inkarnationen des Göttlichen: Krishna, Buddha und Kalki.

Krishna war ein so genannter Purna-Avatar oder eine vollkommene Herabkunft der höchsten Gottheit. So wie alle Avatare war auch er eine Herabkunft des Gottes Vishnu, des Beschützers der kosmischen Schöpfung. Buddhas Aufgabe war es wiederum, den Charakter und das Wesen der Menschheit zu veredeln. Deshalb sagt man auch über ihn, er sei der vollkommenste Mensch gewesen, der je gelebt habe. Die zehnte Inkarnation, Kalki, der auf einem mächtigen Pferd am Ende dieses Evolutionszyklus erscheinen soll, hat sich, der Theorie nach, noch nicht verkörpert. Jene Inkarnation des Göttlichen soll ein neues Zeitalter einläuten und die Erde weit näher an die höchste Wahrheit heran führen, als es bisher jemals der Fall war.

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