Das Streben des Menschen nach Einheit mit dem Kosmos

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Die ewige Suche nach Einheit.

Auf seiner fortwährenden Suche nach einem besseren und lichtvolleren Leben, entwirft der Mensch stetig neue Ideen, entdeckt neue Dinge und etabliert neue Institutionen. Auf diese Weise haben sich über die Jahrtausende aus ehemals primitiven Kulturen bedeutende Zivilisationen entwickelt. Das indische Wort für Kultur ist “Sanskriti”, etwas, was sich “herauskristallisiert”. Daher ist der Mensch auch ein Wiederentdecker von dem was schon immer war, jedoch sich erst im Zeitenlauf wieder zu erkennen gibt.

Die Suche nach Einheit und die Spirale der Evolution.

Der Mensch hat in den unzähligen Jahren seines Bestehens vieles geschaffen und wiederentdeckt, ist seinem Wesen nach aber scheinbar unverändert geblieben. Und doch, betrachtet man die menschliche Evolution als eine Spirale, ist sein Dasein erleuchteter, entwickelter und vollkommener geworden. Jedoch reicht ein kurzes menschliches Leben nicht aus, diesen Fortschritt auch nur annähernd zu erkennen, geschweige denn zu interpretieren. Zu sehr ist der Einzelne an seine flüchtige äußere Existenz gebunden, zu sehr wird er von seiner Umwelt und der Gesellschaft geprägt, als könnte er über den Tellerrand seines Daseins hinaus schauen. Was treibt den Mensch dann dennoch voran? Etwas Inneres, welches tief in ihm verborgen liegt und seine Geschicke im Geheimen lenkt.

Einheit: Das innerste Verlangen des Menschen.

Bewusst oder unbewusst verlangt es dem Menschen nach Einheit mit den Weiten des Kosmos, mit seinen Mitmenschen, mit Gott. Obwohl seine Wurzeln dabei in der Vergangenheit, einer unerfüllten Vergangenheit, liegen, gewinnt er doch hieraus die Stärke für einen Neuanfang, für die Architektur einer neuen Schöpfung. Gleichzeitig ist sein Streben nach Einheit auch weit mehr als ein bloßes Verlangen, sondern die Quintessenz der menschlichen Existenz selbst.

Das Streben nach Einheit in Indien.

In manchen Gesellschaftsformen ist dieser Drang nun stärker ausgeprägt als in anderen. Im Falle Indiens zum Beispiel war dieses Bestreben schon immer ein Teil ihrer Kultur. Deshalb ist die indische Gesellschaft auch ein Muster par excellence für die Assimilierung anderer Zivilisationen und Weltanschauungen. Der spirituelle Meister und Yogi Sri Chinmoy spricht in diesem Zusammenhang von der Fähigkeit der indischen Gesellschaft “das viele in dem einen und das eine in den vielen zu sehen”.

Einheit und die moderne Physik.

Das Streben des Menschen nach Einheit ist so alt wie die Menschheit selbst. Letztendlich ist es die ewige Suche, das ewige Verlangen, in das “Eine ohne ein Zweites”, in Gott zurück zu fallen und in die höchste Wonne der Zusammengehörigkeit einzutauchen. Und haben nicht sogar die modernen Wissenschaftler heraus gefunden, dass es auf der atomaren Ebene keine Trennung mehr gibt? Alles schwimmt in Wahrheit tatsächlich im großen Meer der kosmischen Harmonie, im weiten Ozean der Untrennbarkeit.

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