October 19th, 2008 — Lyrik, Spirituelle Meister, Sri Chinmoy
Worte sind Wegweiser zur Seele.
Worte sind Wegweiser zur Seele, um sich dort selbst aufzulösen. Sie sind sozusagen Vorboten einer höheren Wirklichkeit, die sich selbst aufopfern, wenn diese Wirklichkeit erkannt und ins Leben des Einzelnen gebracht wurde. Besonders schön kommt diese Wahrheit in den Gedichten des großen spirituellen Meisters Sri Chinmoy zum Ausdruck. Wie auch in nachstehenden Zeilen aus Sri Chinmoys lyrischem Buch “Im Garten des Liebeslichtes”:
“Jenseits von Sprache und Denken,
In den Fluss ewig strahlenden Lichtes
Taucht mein Herz.
Heute sind zahllose Türen,
Die Jahrtausende geschlossen waren,
Weit aufgetan.”
September 9th, 2008 — Literatur, Meditation, Spirituelle Meister, Sri Chinmoy
Jeder Tag eine Blüte.
Astrologisch gesehen wird das Jahr in zwölf Abschnitte unterteilt, die alle ihre speziellen Besonderheiten aufweisen. Sie können in ihrer Gesamtheit auch als eine Art Gleichnis betrachtet werden. Als Gleichnis für das Rad oder die Vollkommenheit des Lebens. Gleichzeitig ist das Jahr jedoch viel mehr, als es die Summen seiner Einzelteile aufzuzeigen versucht. In seinem poetischen Buch “Herzblüten” wandelt der Schriftsteller, Meditationslehrer und Yogi Sri Chinmoy auf diesen Spuren des Jahreszyklusses. Hierbei hat er jedem Monat eine Qualität zugedacht, die ihm, in spiritueller Hinsicht, Sinn und Zweck geben. Wie eine meditative Perlenkette reiht sich dadurch Tag an Tag, Woche an Woche, Monat an Monat und lässt das Jahr in seiner ganzen Blüte erstrahlen - eine Blüte für jeden Tag. Continue reading →
August 11th, 2008 — Persönlichkeiten
Noch einmal nach 12 Jahren.
12 Jahre sind im Leben eine recht lange Zeit. In der Leichtathletik sind sie jedoch eine Ewigkeit. Die Wiederholung eines Olympiasieges ist natürlich möglich, kommt aber eher selten vor - und dann vier Jahre später. Hingegen eine Medaille, geschweige denn Goldmedaille, 12 Jahre später noch einmal zu gewinnen, ist eine wirkliche Rarität. Ulrike Meyfarth ist dieses außerordentliche Kunststück in ihrer Disziplin, dem Hochsprung, gelungen. Zuerst als junges Mädchen 1972 in München, dann 1984 als erwachsene Frau in Los Angeles. Continue reading →
July 27th, 2008 — Persönlichkeiten
Von Wasser und Bewusstsein.
“Wasser symbolisiert Bewusstsein”, sagt der spirituelle Lehrer und Freund des Sports Sri Chinmoy. Wer die Bedeutung dieser Worte im täglichen Training wohl besonders intensiv erfahren hat, ist die deutsche Schwimmlegende Michael Groß, den man auf Grund seiner enormen Armspannweite und der Art und Weise wie er dadurch durchs Wasser pflügte einfach den “Albatros” nannte. Continue reading →
July 5th, 2008 — Persönlichkeiten
Juan Manuel Fangio: Die schnellste Geschwindigkeit.
“O gewähre mir die schnellste Geschwindigkeit”, sagt der Poet, Yogi und Freund des Sports Sri Chinmoy zu Beginn eines seiner zahlreichen Lieder. Auf wen könnte dieser Satz besser zutreffen, wie auf den Mann den man bloß “Maestro” nannte: Juan Manuel Fangio? Er gewann nicht nur fünf Weltmeistertitel und davon vier in Folge, sondern vollbrachte dieses Kunststück auch mit vier verschiedenen Automobilmarken. Continue reading →
June 26th, 2008 — Philosophie
Umweltschutz und die Einheit mit allem.
Das tiefste Gefühl des Menschen ist das Gefühl der Einheit mit allen Dingen oder des “Einsseins”, wie es der spirituelle Lehrer und Yogi Sri Chinmoy bezeichnet. Diese Emotion der Verbundenheit umfasst sowohl das Menschliche, wie auch das Göttliche. Das heißt sowohl jene Welt die als Um-Welt wahrgenommen wird, genauso wie die Welt des Mystischen, Geheimnisvollen und Verborgenen. Das Göttliche ist jedoch die Quelle von allem. Wenn man daher von Umwelt-Schutz spricht, könnte man gleichsam auch von Selbst-Schutz sprechen. Denn wenn alles in Wahrheit eins ist, wo verläuft dann die Trennlinie zwischen “mein” und “dein”, von “mir” und dem “da außen”? Continue reading →
June 14th, 2008 — Reisebericht
Freiheit.
Der Stockholmer Hauptbahnhof liegt bereits weit, weit zurück. Es ist dämmrig geworden. Schweigend gleitet der Zug durch die Nacht. Es scheint, als sei die hereinbrechende Dunkelheit ein Vorbote der großen Einsamkeit, in die der lange Schienenstrang führt. Selbst die Gedanken verbieten sich ihre eigene Existenz, fast so, als wollten auch sie der Tiefe und Leere der mächtigen Landschaft ihre Reverenz erweisen. Niemand weiß genau wohin die Fahrt gehen wird und welche Eindrücke und Abenteuer sie wohl bereit hält. Das einzige, was den Raum erfüllt, ist ein lebendiges und intensives Gefühl der freudigen Erwartung, welches vom gleichmäßigen Dahingleiten der Wagenräder noch verstärkt wird. Der Blick erkennt längst nur noch sein eigenes Spiegelbild, wenn er andächtig versucht die geheimnisvolle und unbekannte Umgebung jenseits des Abteilfensters zu erkunden. Zu schwarz und lichtentfremdet ist sie bereits geworden. Das menschliche Auge ist zu schwach, ihren nächtlichen Schleier zu durchdringen. Schließlich wird alles vom mächtigsten Arm des Schlafes, der Müdigkeit übermannt. Continue reading →
June 6th, 2008 — Reisebericht
Schweden entdecken - von West nach Ost oder auf den Spuren von Nils Holgerson.
Die dänische Küste um Frederikshavn ist längst aus dem Blickfeld entschwunden. Das Meer liegt ruhig und stumm unter dem weiten Horizont. Nur ab und an wird die friedliche Stille von lautem Möwengeschrei unterbrochen. Im großen Rumpf des Fährschiffes herrscht allerlei Treiben. Jedoch hier, auf dem obersten Deck, ist alles angenehm verhalten. In einiger Entfernung, scheinen auf einmal kleine Konturen sichtbar zu werden. Die schwedische Küste? Die distanzierten Silhouetten verdichten sich und nun werden erste Landstriche auch dem bloßen Auge sichtbar. Die Vorfreude steigt. Das tiefe Meeresblau hat jetzt einen etwas türkisnen Farbton angenommen. Langsam läuft das riesige Fährschiff in die Bucht von Göteborg ein. Das gelbe Kreuz auf blauem Hintergrund, die Nationalflagge Schwedens, weht zur Begrüßung. Genauso wie ein überdimensionales, fahnenartiges Schild auf dem in großen, leuchtenen Buchstaben geschrieben steht: “Willkommen in Göteborg, dem Herzen Skandinaviens!” Continue reading →
May 31st, 2008 — Reisebericht
Vom Herzen Deutschlands bis in das Herz Skandinaviens.
“Die Reise selbst ist aufregender als das Ziel. Unglaublich, jedoch völlig wahr.” (Sri Chinmoy) Inspiriert von ähnlichen Gedanken, geht die Fahrt durch die Nacht. Und sogar Goethe hatte ja gesagt, dass man schließlich nicht reise um anzukommen. Während es letzteren jedoch Richtung Süden, nach Italien zog, setzt der Nachtzug seine einsame Fahrt unbeirrt wie die Kompassnadel fort - gen Norden. Sein Ziel: Hamburg und Dänemark. Continue reading →
May 26th, 2008 — Philosophie
Die göttliche Mutter und die Materie.
Die Göttliche Mutter wird durch die Materie symbolisiert. Ohne die Göttliche Mutter könnte es kein Wachstum, keine Veränderung und Transzendenz geben. Denn dies ist nur im Körperlichen und Stofflichen möglich. Das väterlich-männliche Prinzip erschafft auf der Ebene des Geistes. Der Göttlichen Mutter aber bleibt es vorbehalten, dieses innerlich Geschaffene ins Physische herab zu bringen. Continue reading →